Kritik: Animus – The New Maneater (2013)

Animus Cover Kritik 2013

Das Abschlussprojekt einer Gruppe von Studenten soll paranormale Phänomene zum Thema haben. Maya (Megan Davis) übernimmt die Führung der Gruppe, indem sie sich in ein altes Krankenhaus in Southern Arizona begibt, um dort ihre Nachforschungen voran zu treiben. Die Studenten wollen in dem verlassenen Gebäude Beweise für paranormale Aktivitäten sammeln und diese im Rahmen der Abschlussarbeit präsentieren. Und tatsächlich geschehen nach kurzer Zeit einige seltsame Dinge in dem verlassenen Hospital. Jedoch werden diese nicht von Geisterhand heraufbeschworen, sondern sind das Machwerk eines psychopathischen Killers. Dieser treibt in dem alten Gemäuer schon seit Jahren sein Unwesen und macht nun Jagd auf die Jugendlichen. Schließlich geht es für die Freunde nicht mehr um den erfolgreichen Schulabschluss, sondern ums nackte Überleben.

In letzter Zeit tauchen viele Newcomer auf dem Regiestuhl auf, so auch Quin Davis mit seinem Debut ANIMUS – THE NEW MANEATER. Der Name MANEATER ist nicht sonderlich neu, und wurde schon in den verschiedensten Genres benutzt, doch der Zusatz THE NEW beschreibt klar und knapp worauf sich der Zuschauer bei diesem Film einlässt! Nicht nur der Regisseur ist ein Neuling im Filmgeschäft, auch was die Darsteller angeht, so bekommen wir hier Nachwuchscharaktere geboten, die sich durchaus sehen lassen kann, auch optisch gesprochen.

 

Wenn man sich das Cover der DVD so anschaut, erkennt der Horrorfan optische Kopien vom Film SMILEY – DAS GRAUEN TRÄGT EIN LÄCHELN, die Figuren neben der Hauptrolle ähneln doch sehr dieser Maske, obwohl diese Charaktere nur kurz in einer Vision zu erblicken sind, im gewissen Sinne eine kleine Mogelpackung, aber dies soll nur eine Anmerkung nebenbei darstellen und betrifft nicht das Gesamturteil des Films. Wer sich für ANIMUS entscheidet, ist seit dem 17.04.2014 vom Label EUROVIDEO im Handel, sollte sich Zeit nehmen und etwas Sitzfleisch haben, nicht wegen der Laufzeit, denn die verhält sich im normalen, angenehmen Rahmen um die 90 Minuten. Jedoch benötigt man Geduld und Ausdauer bis man das zu sehen bekommt, was ANIMUS aus macht. Screen1 Animus

 

Die ersten 50 Minuten ziehen sich leider sehr zäh durch die Story. Die Charaktere werden nur spärlich und wirr durcheinander dem Zuschauer näher gebracht, ebenso tauchen Personen auf, die mit der Story so gut wie nichts zu tun haben. Auch sollte man einige Logikfehler dem Streifen verzeihen, das junge Menschen in einer Gruppe sich auf die Suche nach Geistern machen, klingt noch interessant, aber das jeder seinen eigenen Weg geht, und jeder mit einem anderen Ausrüstungsgegenstand ausgerüstet ist, wirkt komisch und absurd, einer rennt mit dem Mikrofon rum, der andere irrt durch andere Gänge mit einer Kamera, und eine andere Person mit einer simplen Digitalkamera durch andere Räume. Wieso die nicht zusammen auf Geisterjagd gehen, ist unerklärlich.

 

Genauso wenig, wieso die Story auf einer Geistergeschichte basiert, hätte man sich hier von vornerein auf eine andere Sichtungsweise geeinigt, so wären dem Film bessere Dinge widerfahren. Ansätze von einem guten Slasherstreifen sind definitiv vorhanden, doch leider wurden sie vergessen auszubauen, man bediente sich dem aktuellen Trend von Geistergeschichten. Natürlich mussten dann auch typische Wackelkameraszenen mitgedreht werden.

 

Doch ANIMUS ist nicht nur von Schwächen gezeichnet, er besitzt auch Stärken, allen voran die blutigen Effekte, hier wurde saubere Arbeit geleistet, sie wirken sehr real und besitzen nur einen Hauch von CGI, und der Zuschauer der härteren Gangart bekommt auch einiges geboten, Spitzhacke durch Kopf, zertrennter weiblicher Körper, abgerissener Kiefer und einiges mehr. Der rote Lebenssaft fliesst reichlich, aber nicht zu übertrieben wie man es aus diversen Splatterstreifen kennt, alles in einem vernünftigen Level und Niveau. Screen2 Animus

 

Die deutsche Synchronisation ist im mittleren Bereich anzusiedeln, die Stimmen wirken passend auf die einzelnen Charaktere, nur ein paar Dialoge sind sinnlos, und wirken lustlos, aber gibt schlimmere Produktionen. Untermalt wird dies mit ein wenig Gothic-Rock Musik, die passend zu den Szenen hart und verstärkend wirkt. Hätte man die Geschichte vom Meuchelmörder etwas verfeinert und mehr Tiefe gegeben, dann hätte man mal wieder einen ansprechenden Slashervertreter bekommen, doch die Geistergeschichte mildert das Gesamturteil ein wenig.

 

ANIMUS ist ein unterhaltsamer, doch kurzweiliger Unterhaltungsspaß, mit cooler Musik, klassen Effekten und optischen Reizen, sei es von der weiblichen oder von der blutiger Seite heraus betrachtet.

 

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