Kritik: Kill Zombie (2012)

kill zombie kritik 2012

Aziz (Yahya Gaier) ist desillusioniert und führt ein langweiliges Leben in seinem „9 to 5“-Job. Das einzige, was ihn bei Laune hält, sind die Tagträumereien, in denen er eine Romanze mit seiner Kollegin Tess (Nadia Poeschmann) führt. Doch an dem Tag, an dem er Tess tatsächlich zu einem Date ausführen möchte, beginnt eine wahre Unglückssträhne für Aziz, die seine Chancen nicht gerade steigern: Er wird gefeuert, da sein Bruder Mo (Mimoun Ouled Radi) ihn ständig bei der Arbeit anruft. Anschließend werden Aziz und Mo verhaftet und über Nacht eingebuchtet, nachdem sie auf einer Poolparty mit zwei Schlägertypen aneinandergeraten. Zu allem Überfluss kracht auch noch ein russischer Satellit auf die Erde, dessen austretendes Gift die Gegend auf der Stelle verseucht und ganz Amsterdam in fleischfressende Zombies verwandelt. Aziz und Mo überleben den Vorfall in ihrer Zelle und machen sich auf, Tess aus dem Büro zu retten, welches mittlerweile ebenfalls dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Was die Engländer können dachten sich wohl auch die Holländer Erwin van den Eshof und Martijns Smits, und drehten eine Zombie – Komödie die an den Erfolg von Shaun of the Dead anknüpfen soll. Im Jahr 2012 war es endlich soweit und Ihr erster gemeinsamer Film in Spielfilmlänge mit dem Titel KILL ZOMBIES war im Kasten. Der Titel verrät genau das was man erwartet, haufenweise Zombies killen und das auf alle erdenklichen Arten und Weisen, gewürzt mit Humor der oft mehr als nur ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Auch wenn dieser Streifen eher im B – Movie Bereich anzusiedeln ist, so kann er durch die Arbeiten am Drehbuch, Sets, Effekte und Story durchaus mit den Vertretern aus der oberen Liga mithalten und sich vom B – Moviebereich deutlich abheben. screen1

Die Story handelt vom Pechvogel Aziz der durch seinen Bruder Mo seinen Job verliert. Aziz ist verliebt in seine Kollegin Tess, doch er traute es sich nie es ihr zu sagen, was er empfindet. Doch an dem Tag wo es geschehen sollte, nimmt das Unglück seinen Lauf, er und Mo werden noch verhaftet, weil sie auf einer Party an eine Schlägertruppe geraten, zu allem Überfluss stürzt noch ein russischer Satelit ab und verseucht Amsterdam mit einem Gift, die Menschen verändern sich, sie mutieren zu Zombies. Aziz und Mo überleben die Katastrophe und machen sich nun gemeinsam mit anderen Insassen und einer feschen Polizistin auf den Weg ins Büro um Tess zu befreien.

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Die Story ist recht simpel, aber wird in einem flotten Tempo dem Zuschauer nahe gebracht. Die Gruppe der Überlebenden setzt sich aus den unterschiedlichsten Charakteren zusammen, sei es ein etwas dämlicher dicker Tunichgut, ein Macho namens Jeffrey der sich gerne in den Mittelpunkt drängt, oder sei es die fesche Polizistin Kim, die so manchen die Haut rettet und immer offen für wahre Worte und Ansichten ist. Die Besetzungsliste sind weitgehend unbekannte Schauspieler, zumindest was ihre Rollen in Filmen betrifft die man hier in Deutschland erwerben kann, doch allesamt leisten sehr gute, überzeugende Arbeiten ab und wissen ihre Rollen zu spielen. Keiner fällt negativ auf und erweist sich als Fehlgriff für seine darzustellende Rolle.

Das Tempo ist sehr flott, die Story weist keine Längen auf, und der Humor ist an jeder Ecke zu sehen und zu spüren. Die Gags zünden genau an der Stelle wo sie sollen, und keiner verpufft ins Leere. Hier bekommt man ausreichend lustige Szenen und Sprüche um die Ohren und Augen geworfen, kleine Anmerkung: die Auswahl der Waffen gegen die Zombies ist schon eine Augenweide und einen Lacher wert, sei es ein Tacker oder eine Tennisballschussmaschine um nur zwei zu nennen und viele mehr! Auch wenn das Budget wohl recht klein war, so wurde hier viel auf Details und Effekte geachtet, hier sind viele Dinge noch handgemacht, auf CGI wurde meist verzichtet, so erkennt man die wahren Fans der Filmkunst deutlich von Massenproduktionen aus der Maschine. Die Sets worin die Darsteller sich durchkämpfen sind abwechslungsreich in Szene gesetzt und wirken realistisch auf eine Apokalypse bezogen und wissen zu gefallen.

KILL ZOMBIE macht Spaß und unterhält einen abwechslungsreich satte 90 Minuten. Wer Komödien wie SHAUN OF THE DEAD schon mochte, wird mit diesem Streifen sich ebenfalls anfreunden können. Er ist im Vertrieb vom Label ASCOT ELITE und hat eine Freigabe von 16 erhalten und ist vollkommen ungeschnitten. KILL ZOMBIE ist eine Kaufempfehlung wert und sollte in keiner guten Zombiesammlung fehlen. Für einen Partyabend mit Freunden ist der Streifen ebenfalls eine Sichtung wert.

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