Kritik: Savaged (2013)

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Gequält, vergewaltigt und abgestochen wie ein Stück Vieh – das Leben der hübschen Zoe endet grausam. Brutale Rednecks haben sie überfallen und nachdem sie ihren Spaß mit ihr hatten, verscharren sie Zoe in der Wüste. Dort findet ein Schamane die junge Frau. Er spürt noch einen winzigen Funken Leben in dem zerschlagenen Körper und versucht, sie mit einem heiligen Ritual zurück zu holen. Aber mit Zoe erwacht der Geist eines sehr zornigen Apatschen in ihrem Körper. Der Krieger wurde einst von einem Vorfahren der Rednecks ermordet und brennt nun darauf, im Blut seiner Feinde zu baden. Das Mädchen und der Krieger verbreiten bald nackte Angst. Aber ihre Rache ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn Zoes Körper verwest schnell.

 

Sogenannte Rape and Revenge Filme gibt es etliche, doch nur wenige sind wahrlich sehenswert und verdienen eine Weiterempfehlung, in manchen kommt der Racheakt um des es ja hauptsächlich geht viel zu kurz, oder das drum herum ist nicht stimmig auf die Story abgestimmt. Doch Regisseur Michael S. Ojeda, der uns mit SAVAGED seinen zweiten Streifen präsentiert, hat anscheinend in der Schule des Films im Fach Rape and Revenge deutlich aufgepasst und sich sichtlich von I SPIT ON YOUR GRAVE insperieren lassen, und das im positiven Effekt gesprochen.

 

Ojeda treibt es sogar noch eine Stufe härter, er bediente sich einer weiblichen Darstellerin die eine junge Frau mit einer Behinderung spielt, eine taubstumme Person, die ihren Peinigern noch mehr ausgeliefert ist, denn wie soll eine taubstumme, die lediglich ein paar Wortlaute von sich geben kann, um Hilfe schreien?! Dieser Ansatz dürfte bei manchen vielleicht auf Granit beissen, jedoch dient er vollkommen dazu die Situation der Ausweglosigkeit, der Erniedrigung, Erdrückung immens zu betonen. Die Story von SAVAGED ist sehr temporeich in ihrer Erzählstruktur und bietet dem Zuschauer nur bedingt eine Verschnaufpause, hier geschiet andauernd etwas, sei es das man die Rednecks begleitet, oder auch die Phasen der jungen Frau miterlebt. Die taubstumme Person wird sehr eindrucksvoll von Amanda Adrienne verkörpert, sie spielt sehr gut die leidvolle Frau aber auch den Part der Rachenehmenden Person mithilfe eines indianischen Geistes wird von ihr sehr deutlich und ausgiebig zum Besten gegeben. Ein Indianer und seine Magiebeflogenheiten werden auch angesprochen und in Bildern präsentiert, dadurch bekommt der Film noch etwas mystisches mit auf dem Weg und kann sich dadurch von anderen Produktionen aus diesem Genre deutlich abgrenzen, wenn nicht sogar abheben.

 

Gewisse Ähnlichkeiten zu THE CROW sind deutlich zu erkennen und lassen das Herz des Zuschauers noch schneller schlagen, denn man ist sehr interessiert daran wie der Rachefeldzug sich entwickelt und wie ihre Peiniger sozusagen zur Verantwortung gezogen werden. Doch allein bei dem Rachefeldzug bleibt es nicht, der Zusatz das der Körper bereits tot ist und nur durch den Geist am Leben bleibt, wird durch die Verwesungsprozesse sehr gut dargestellt. Mithilfe von CGI Effekten aber auch handgemachten Effekten bekommt der Fan von der härteren Gangart auch so einiges geboten. Der komplette Film wirkt handwerklich sehr sauber und stimmig, die Sets wirken durch die Wüstenatmosphäre noch erbärmlicher und verhelfen somit der Grundstimmung zum nötigen Charme und Flair und wissen konstant den Zuschauer zu verwöhnen und vor allem zu unterhaalten.

 

Alle Rollen sind sauber ausgearbeitet und wirken keinesfalls überzogen oder künstlich, der Indianer besitzt die Klischeehafte Optik und magische Kräfte, die Rednecks sind schmierig und abartig, und vor allem bekommen Fans der härteren Gangart auch einiges zu sehen, sei es Gedärme die einem aus dem Körper bei vollem Bewusstsein entnommen werden, oder wie man eindrucksvoll zu sehen bekommt, was man so alles mit Pfeil und Bogen anstellen kann, aber dies sind nur ein paar Beispiele aus der Story.

 

Wer in den Genuss dieses abwechslungsreichen, spannenden Rape and Revengestreifen kommen möchte, sollte sich ab dem 15.04.2014 die CINEMA EXTREME von Ascot Elite besorgen, sie wird vollkommen ungeschnitten sein und hat eine SPIO/JK Einstufung. Die wird allerdings wohl noch auf den Index wandern, also sollte man sich schnell diese Version zulegen. SAVAGED bekommt ihr auf DVD und Blu-ray. Wer schon I SPIT ON YOUR GRAVE mochte, wird mit diesem kurzweiligen, spannenden Streifen seine Freude haben.

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